Die konstruktive Ruheposition

Teil 2

Den Körper spüren/wahrnehmen/beobachten

 

Wir haben größtenteils verlernt, unseren Körper bewusst zu spüren, ihn wahrzunehmen, auf ihn zu hören, ihn als Teil unseres Selbst anzuerkennen. Wir antworten oft nur noch, wenn er schmerzt und unterdrücken die Schmerzen dann meist entweder mental oder mit Medikamenten.

 

Wenn Du auf dem Boden liegst, wird Dein Körper, Du selbst, von dem Boden getragen und unterstützt. Wir können loslassen ohne zu fallen oder uns festhlaten zu müssen. (Eine Idee mag Dir dabei helfen: Stell Dir vor, dass der Boden aus Sand besteht, er reagiert auf Dein Gewicht, Deine leichten Bewegungen, auf das Lösen von Spannungen. Der Boden ist nicht fest und unnahbar, er

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reagiert auf Deinen Körper.)

 

Um Spannungen lösen zu können, müssen wir sie erst einmal fühlen können.

 

Beginne mit Deinem Gesicht: Nimm wahr, wo Du Spannungen fühlen kannst, versuch aber nicht sofort, sie zu lösen. Gib ihnen Zeit, auf deine Beobachtungen zu reagieren. Meistens lösen sie sich dann von selbst oder es entstehen Bilder/Gefühle/Wahrnehmungen, die den Spannungen helfen, sich aufzulösen. Nimm jetzt Deinen Kopf wahr: Kopfhaut, Schwere des Kopfes, den Kontakt zum Boden - alles, was Dir ein/auffällt. Wieder: Sei nicht zu schnell, lass Dir Zeit. Ein gewolltes, schnelles Lösen verursacht nur andere Spannungen. Geh über den Hals,

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den Schultergürtel, die Arme, den Brustkorb, die Wirbelsäule, das becken, den Bauch, die Oberschenkel, die Knie, die Unterschenkel, die Füße.

 

Nimm Dir zwischendurch immer wieder Zeit für Pausen. Es soll kein "Fühl-Marathon" werden.

 

Du musst auch nicht den ganzen Körper auf einmal durchgehen. Bleib an Stellen stehen, die Dich faszinieren (halte aber nicht zu sehr an in´hnen fest). Fühl in Dich nur so laneg hinein, wie Du es ohne Anstrengung kannst. WennDu zu viel willst, wirst Du Dir nicht helfen, denn Du wirst dann nicht mehr so viel wahrnehmen.

 

Für unsere Wahrnehmung brauchen wir einen offenen und

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entspannten Geist. Einen, der neugierig ist und offen für Veränderungen. Wenn Du merkst, dass Du müde wirst, mach eine Pause.

 

Wir bestehen aus unserem Körper, unserem Denken und unseren Gefühlen. Wenn eines der drei überanstrengt ist, kannst Du es in Ruhe lassen und die beiden anderen nutzen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wenn Du also eine Pause brauchst, nimm sie Dir, sie wird Dir nützen.

 

Je öfter Du dieses Liegen mit Wahrnehmen wiederholst, desto besser wirst Du Deinen Körper und Dich selbst kennen lernen und Du wirst leichter spüren, wie Du Anspannungen auflösen kannst. Du harmonisierst besser mit Deinem Körper, Deinen Gedanken und Deinen

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Gefühlen. denn es besteht eine Verbindung zwischen diesen dreien, und wenn eins von ihnen verspannt ist, zieht es die beiden anderen mit und umgekehrt. Indem wir uns besser spüren lernen, erlernen wir einen besseren Umgang mit uns selbst und damit auch mit anderen. Wir erspüren körperliche, mentale und emotionale Verspannungen besser und können adäquater darauf reagieren. Mit Ruhe und Gelassenheit, mit Offenheit für das, was daraus entsteht.

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