Die konstruktive Ruheposition

Teil 1

Man braucht: 1-2 Bücher, 1-2 Decken, 5-20 Minuten.

 

Leg Dich auf eine Decke auf dem Fußboden. Wenn Dir kalt ist oder Du schnell frierst, deck Dich noch mit einer Decke zu.

 

Nimm 1-2 Bücher und leg diese unter Deinen Kopf. Der Kopf sollte weder nach hinten fallen noch nach oben gedrückt werden. Der Hals sollte sich lang und frei anfühlen.

 

Hebe Deine angewinkelten Beine eins nach dem anderen in einem leichten Halbkreis an, umfasse beide mit den Armen und zieh sie etwas in Richtung Deines Oberkörpers. Setze sie, eins nach dem anderen, in einer halbkreisförmigen

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Teil 1

Bewegung wieder ab.Die Füße sollten nicht zu weit weg von Deinem Oberkörper sein, die Beine nicht zu eng stehen. Wenn Deine Beine müde werden, kannst Du sie eine Weile aneinander lehnen oder jeweils ein Bein auf den Boden legen.

 

Leg Deine Hände auf die Hüften, den Bauch oder den Brustkorb. Die Fingerspitzen sollten sich nicht berühren.

 

Wenn Du willst, kannst Du Deine Augen schließen.

 

Nimm Deinen Atem wahr, den Rhythmus, die Bewegung, die der Atem in Deinem Körper auslöst.

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Teil 1

Lass Deine Gedanken zur Ruhe kommen. Gedanken steigen auf und gehen vorbei. Halte nicht an ihnen fest, lass sie gehen.

 

Fühl das Gewicht Deines Kopfes auf dem Buch. Dein Kopf ist schwer und ruht. Auch Deine Schultern/Schulterblätter, Dein Brustkorb, Deine Arme sind schwer und ruhen. Dein ganzer Oberkörper schmilzt in den Boden wie Eis auf einer warmen Oberfläche.

 

Lass Deine Augen in die Augenhöhlen sinken wie in ein weiches Daunenkissen. Spür Deine Lippen, deren Weichheit. Öffne Deinen Mund ein wenig, um den Lippen Raum zu geben. Lass Deine Zunge auf dem Boden Deines Mundes ruhen.

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Teil 1

Spür hinter Dein Gesicht. Wir alle haben Alltagsgesichter: Gesichter für Freunde, Bekannte, Eltern, Geschwister, Partner. Lass alle Spannung hinter Deinem Gesicht gehen, lass es weich und entspannt werden.

 

Spür das Gewicht Deines Beckens und lass es weich in den Boden sinken. Fühl Deine Füße, wie sie den Boden berühren. Spür den Abstand von den Füßen zum Becken. Die Knie schweben nach oben.

 

Fühl den Boden auf dem Du liegst. Welche Teile Deines Körpers berühren den Boden, welche nicht. Geh durch Deinen Körper durch und spür dem nach. Lass den Boden Dich zurück berühren. Stell Dir vielleicht vor, dass der Boden aus Sand besteht, er reagiert auf Dein Gewicht,

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Deine leichten Bewegungen, auf das Lösen von Spannungen. Der Boden ist nicht fest und unnahbar, er reagiert auf Deinen Körper.

 

Stell Dir Deinen Kopf als unabhängig von der Wirbelsäule vor. Er ist zwar "lose" mit ihr verbunden, kann sich aber um die Achse der Wirbelsäule herum frei bewegen. Die Stelle, an der der Schädel in den Nacken übergeht, fühlt sich frei und unabhängig an. Vielleicht hilft die Vorstellung, dass der Kopf von der Wirbelsäule wegdriftet wie von einer Strömung gezogen.

 

Fühl den Abstand zwischen Deine Schultern. Lass zu, dass sich dieser Abstand ausdehnen darf. Folge dem Arm weiter zum Ellenbogen, lass den Abstand Schulter-Ellenbogen sich

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vergrößern. Geh zu deinem Handgelenk und beobachte, wie sich der Abstand Ellenbogen-Handgelenk verlängert. Geh bis zu Deinen Fingerspitzen und nimm die Entfernung zum Handgelenk wahr, lass die Entfernung wachsen.

 

Nachdem Du den Abstand zwischen den einzelnen Gelenken sich hast ausdehnen lassen, kehre zurück zu Deinem Hals, zu der Verbindung zwischen Kopf und Wirbelsäule: Ist dort Spannung entstanden? Wenn Du merkst, dass sich dort Spannung aufgebaut hat, lass diese sich wieder lösen. Wenn Du das nächste Mal den Abstand zwischen Schultern, Ellenbogen, Handgelenk und Fingerspitzen sich ausdehen lässt, tu es vielleicht etwas weniger, stell es Dir nur vor und komm zwischendurch immer wieder zu Kopf und Hals zurück, um zu fühlen, ob

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dort noch alles entspannt und weich ist.

 

Deine Wirbelsäule beginnt auf der Höhe Deiner Ohrläppchen und endet auf der Höhe Deiner Hüftgelenke. Geh in Gedanken Deine Wirbelsäule entlang. Ertaste in Gedanken ihre Länge, ihre Krümmungen, ihre Dicke und ihr Gewicht. Fühl die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern und lass diese sich ausfüllen und ausbreiten. Wenn Du unten am Becken angekommen bist: Wie fühlt sich Deine Wirbelsäule jetzt an? Wie fühlt sich der Rest des Körpers an?

 

Du kannst diesen Vorgang so oft wiederholen, wie Du möchtest. Oder, wenn Du Lust hast, geh noch einmal Deine Wirbelsäule in ihrer ganzen Länge entlang. Lass sie dabei

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entweder in den Boden sinken oder aktiviere sie durch die Vorstellung, dass vom Becken bis zum Hinterkopf Luftbläschen durch die Wirbelsäule aufsteigt wie bei Mineralwasser oder Champagner.

 

Geh durch alle Schritte so oft Du möchtest. Vor allem die Ideen zum Kopf und zum Gesicht solltest Du immer wieder mit einbeziehen.

Finde Deine eigenen Bilder, die für Dich hilfreich sind, um Spannungen zu lösen und Ruhe in den Körper zu bringen. Du kannst auch nach Bildern forschen, die Dich lebendig, wach und aufnahmebereit machen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Wenn Du Dich 5 Minute hinlegst, entspannt das Deinen Körper. 20 Minuten stärken zudem den Rücken und verändern den Muskeltonus hin zu mehr Ausgeglichenheit. Außerdem ist nach 20 Minuten die Flüssigkeit in Deinen Bandscheiben vollständig wieder aufgefüllt und Deine Wirbelsäule hat ihre Sprungkraft wieder.

 

Wenn Du aufstehen willst, rolle Dich mit angewinkelten Beinen auf eine Seite. Leg Deinen Kopf auf den Oberarm, stütz Dich mit dem anderen Arm ab und bring Dich in eine sitzende Position. Der Kopf sollte dabei die ganze Zeit hängen und sich erst ganz am Schluss aufrichten. Auch bei der Weiterbewegung vom Sitzen ins Stehen sollte der Hals möglichst entspannt bleiben.

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Teil 1

 

 

Bleib einen Moment stehen und spür in Deinen Körper hinein. Genieß eventuelle Veränderungen. Mach ein paar Schritte und erspüre, wie sich das anfühlt. Hat sich etwas verändert und wenn was? Kannst Du das für Dich beschreiben?

 

Mach eine kurze (oder auch längere) Pause, bevor Du in den Alltag zurückkehrst.

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